Hindernisse bei der Entwicklung von Führungskräften, Teams und Organisationen

Bevor wir voller Euphorie in die Gestaltung von Entwicklungsschritten starten, sollten wir das Geschehen mit ein bisschen Abstand betrachten. Denn die Entwicklung hat immer auch mit Entdeckung zu tun. Wenn man das Wort zerlegt, dann bleibt Ent - deckung. Mit einer friedlichen Methapher beschrieben wäre das wie "die Decke wegziehen", und schauen, was denn darunter alles zum Vorschein kommt. Alternativ könnte man es auch als ein "aus der Deckung kommen" beschreiben.

Warum Veränderung so schwerfällt

Haben Sie sich auch schon gefragt, warum es anderen so schwerfällt, sich zu verändern, obwohl es doch so offensichtlich scheint? Oder weshalb erstaunt es uns, dass in einem Team Dinge immer noch wie vor Jahren gemacht werden, auch wenn alle jammern? Spannend wird es, wenn man sich selbst den Spiegel vorhält, und über die eigene Fähigkeit der Anpassung reflektiert. Wenn man ehrlich wäre, müsste man sich mitunter eingestehen, dass man selbst ja auch ganz gerne beim Bekannten bleibt. Ich nehme mich da nicht aus. Mir fällt es bei mir selbst möglicherweise sogar stärker auf, da ich mich mit genau dieser Thematik leidenschaftlich gerne beschäftige.

Die trügerische Sicherheit von Routinen

Egal ob man sich als Führungskraft, als Team, oder als Organisation entwickeln möchte, es ist nicht einfach aus dem bekannten Fahrwasser auszusteigen. Denn Routinen geben Sicherheit – sie schaffen Vertrautheit und lassen uns effizient handeln. Doch gerade diese Vertrautheit kann auch trügerisch sein, wenn sie uns daran hindert, neue Perspektiven einzunehmen oder notwendige Veränderungen zuzulassen. Zum Beispiel halten Teams oft an bekannten Abläufen fest, auch wenn neue Technologien oder Methoden verfügbar sind, die Prozesse effizienter gestalten könnten. Und das Gehirn belohnt uns auch noch, wenn wir in Routinen bleiben, weil das weniger Energie verbraucht.

Wenn alte Muster nicht mehr helfen

In einer Zeit, die von Unsicherheit und Umbrüchen geprägt ist, werden alte Routinen, nicht diskutierbare Annahmen und sprichwörtlich in Stein gemeißelte Glaubenssätze mitunter zum Problem. Sie stammen oft aus einer Zeit, in der Umfeld noch deutlich anders war. Aber was machen viele Teams und Unternehmen? Sie halten vielfach noch intensiver am Gewohnten fest und verstärken damit die Schwierigkeiten. Oder sie machen einen Schnellschuss, der das eigentliche Problem nicht behebt, dafür aber unerwartete - meist negative - Nebenwirkungen erzeugt.

Die Folge? Teams, Organisationen, oder einzelne Personen behindern sich dabei an einer konstruktiven Lösung zu arbeiten. Beispielsweise erlebe ich immer wieder Teams, die sich fest an alte Prozesse klammern, obwohl sich die Aufgaben und Herausforderungen geändert, die Technologie massiv weiterentwickelt hat, und sich die Kundenbedürfnisse deutlich geändert haben. Und es gibt immer unzählige Argumente, warum man scheinbar nichts ändern kann. Das ist wie mit der Hose oder dem Kleid, die / das man beim Schulabschluss getragen hat. Noch gut erhalten, aber total aus der Mode. Und meist um mehrere Nummern zu klein. Da kann man den Bauch noch so sehr einziehen ...

 

The same old story ...

Oft kann man dabei auch beobachten, wie sich einzelne Personen, Teams oder auch ganze Organisationen, immer wieder die gleiche Geschichte erzählen. Das ist wie im Fotoalbum zu blättern, in dem Fotos von vor 20 oder 30 Jahren eingeklebt sind – schön anzusehen, aber sie zeigen nur, was war, und nicht, was ist, und schon gar nicht was kommen kann. Für die Zukunft braucht es aber mehr als eine Geschichte der Vergangenheit. Es braucht eine neue Geschichte, es braucht neue Narrative. Und diese Narrative müssen sich mitunter deutlich von der alten Geschichte unterscheiden. Zumindest wenn das Team oder die Organisation auch in Zukunft eine Geschichte erzählen wollen. Andernfalls wird nur noch die eine Geschichte über sie erzählt. Nämlich jene Geschichte, die davon handelt wie das Unternehmen Veränderungen ignoriert, verleugnet, verdrängt hat. Bis es zu spät war.


Wie ich Sie auf Ihrer Entwicklungsreise unterstütze

Mit meiner Leidenschaft für das Ermöglichen von Lernen und Entwicklung unterstütze ich Führungskräfte, Teams und ganze Organisationen dabei, auf ihre Entwicklungsreise zu gehen. Dabei können die Zielsetzungen ganz unterschiedlich lauten: Eingefahrene Kommunikationsmuster oder Routinen in einem Team auflösen, die Organisation bei der Einführung neuer Arbeitsweisen begleiten, oder eine Einzelperson dabei unterstützen, Klarheit über ihre berufliche Rolle, etwa als Führungskraft, zu gewinnen.

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Ich unterstütze Sie gerne als moderierender Wegbegleiter, achtsamer Zuhörer, inspirierender Sparringpartner, strukturierender Prozessgestalter oder Wissenslieferant – immer mit dem Ziel, Klarheit zu schaffen und Entwicklungen in Gang zu bringen.